Werte sichtbar machen: Wanderausstellung und Ideenwerkstätten an der Oskar-von-Miller-Realschule Rothenburg
Ein besonderes Projekt zur Wertebildung hat in den vergangenen Tagen an der Oskar-von-Miller-Realschule Rothenburg Station gemacht: Die Wanderausstellung „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ ist von Dietenhofen nach Rothenburg weitergereist und wurde auf dem Pausenhof sowie in der Aula der Realschule aufgebaut. Die eindrucksvollen Schilder luden Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich auf kreative Weise mit zentralen gesellschaftlichen Werten auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung ist Teil eines Präventionsprojekts des Gesundheitsamts am Landratsamt Ansbach und richtet sich gezielt an junge Menschen. Am 23. März 2026 fanden in diesem Rahmen zwei Ideenwerkstätten an der Realschule statt. Beteiligt waren die Klassen 6b, 7b, 8a und 9A, die gemeinsam mit dem Künstler Johannes Volkmann arbeiteten.
Unterstützt von der Projektkoordinatorin, Frau Helmreich, moderierte Volkmann die Workshops und führte die Schülerinnen und Schüler zunächst an die besondere Bildsprache der Ausstellung heran. Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit den dargestellten Symbolen auseinander und identifizierten dabei Werte wie Respekt, Zivilcourage, Gleichbehandlung, Toleranz, Frieden, Gemeinschaft sowie Umwelt- und Klimaschutz.
Im Anschluss entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen konkrete Ideen, wie diese Werte im Schulalltag aktiv gelebt werden können. Die Ergebnisse wurden anschließend präsentiert und zeigten eine große Bandbreite an kreativen Ansätzen: So reichten die Vorschläge von der Organisation von Vorträgen mit Betroffenen sexualisierter Gewalt über Maßnahmen zum besseren Konfliktmanagement in Klassen bis hin zur musikalischen Umsetzung eines eigenen „Werte-Songs“. Auch Themen wie die Aufklärung über Umweltverschmutzung und deren Reduzierung sowie die Förderung eines respektvollen Miteinanders innerhalb der gesamten Schulfamilie standen im Fokus.
Dabei wurde deutlich, dass an der Oskar-von-Miller-Realschule bereits zahlreiche Initiativen existieren, die diese Werte fördern. Genannt wurden unter anderem das Anti-Mobbing-Team, der Einsatz von Schülerinnen und Schülern als Streitschlichter, die Arbeit der Schülermitverantwortung und der Verbindungslehrkräfte sowie die Auszeichnung als Umweltschule.
Die Ideenwerkstätten lieferten somit nicht nur neue Impulse, sondern stärkten auch das Bewusstsein für bereits bestehende Strukturen der Wertearbeit an der Schule. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie kreative Ansätze junge Menschen dazu motivieren können, Verantwortung zu übernehmen und das schulische Miteinander aktiv mitzugestalten.
Ein weiterer Höhepunkt steht bereits bevor: Am 15. Juli 2026 ist voraussichtlich eine Abschlussveranstaltung mit Künstler Johannes Volkmann am Landratsamt Ansbach geplant.







