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Die Rieger Orgel

Geschichte:

Als bei der letzten großen Restaurierung von St. Jakob die alte Steinmeyer-Orgel, die über drei Manuale und 50 Register verfügte, abgebrochen und der berühmte Tilman Riemenschneider-Altar in den Westchor, die Heilig-Blut-Kapelle, zurückversetzt wurde, musste eine Orgel geschaffen werden, die nicht nur den gewaltigen Kirchenraum mit ihrem Klang füllen, sondern als Begleitinstrument auch für die im Westchor stattfindenden Gottesdienste nutzbar sein sollte. Dipl.-Ing. Josef von Glatter-Götz, der damalige Inhaber der österreichischen Orgelbaufirma Rieger in Schwarzach verwirklichte schließlich eine einmalige Konzeption, indem er nach einem Entwurf von Johannes Ludwig ein frei im Raum stehendes Instrument schuf. Beschallt wird die Orgel durch das weite gotische Kirchenschiff, so können in der Heilig-Blut-Kapelle ihr Schwell- und Brustwerk sowie ein eigenständiges Pedal von einem separaten Spieltisch aus bedient werden. Hauptwerk, Rückpositiv und Brustwerk folgen klanglich dem Typ der norddeutschen Orgel, der hier um einige für die Sechzigerjahre typische Farbregister wie Glechter oder Buntzimbel ergänzt ist. Die Disposition des Schwellwerks orientiert sich dagegen an der romantischen Orgel Frankreichs. Das vom Experten Friedrich Högner und Josef von Glatter-Götz disponierte sowie von Winfried Albiez gestimmte Instrument besticht durch einen wundervollen Klang.

Heutige Orgel:

Verfügt über 69 Register, welche auf vier Manuale und Pedale verteilt sind. Die Rieger-Orgel besitzt etwa 5500 Pfeifen und gehört zu den größten Orgelwerken in ganz Bayern.

Schematischer Aufbau

A: Hauptgehäuse mit Pedalwerk 1 und Hauptwerk

B: Pedalwerk 2, nur vom Nebenspieltisch spielbar

C: Rückpositiv

D: Brustwerk

E: Schwellwerk

F: Hauptspieltisch mit 4 Klavieren und Pedal

G: Nebenspieltisch mit 2 Klavieren und Pedal

H: Horizontale Zungenregister

Andere Ansichten

(Quelle: teilweise aus dem CD-Booklet von Ullrich Knörr)

Simon Schaumann